Fertighaus-Preise in Oberösterreich 2026
Oberösterreich ist Industrie- und Holzland zugleich – und das prägt seinen Fertighausmarkt. Entlang der Achse Linz–Wels–Steyr sitzen etliche Hersteller, viele davon mit langer Holzbautradition. Bauwillige profitieren von einer der besten Landesförderungen des Landes, die energieeffizientes und ökologisches Bauen gezielt belohnt. Zwischen dem teuren Zentralraum und dem günstigen Mühl- oder Innviertel finden sich für nahezu jedes Budget passende Baugründe.
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Fertighaus-Kosten in Oberösterreich nach Teilregionen (2026)
Orientierungswerte für ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche – Hauspreis, Grundstückspreis und Gesamtkosten je Teilregion:
| Region | Hauspreis (140 m²) | Grundstück | Gesamt* |
|---|---|---|---|
| Linz & Umland | 415.000 – 470.000 € | 350 – 650 €/m² | ab 660.000 € |
| Wels | 400.000 – 445.000 € | 250 – 480 €/m² | ab 560.000 € |
| Steyr | 395.000 – 440.000 € | 200 – 400 €/m² | ab 530.000 € |
| Mühlviertel | 385.000 – 425.000 € | 90 – 250 €/m² | ab 460.000 € |
| Innviertel | 385.000 – 425.000 € | 110 – 280 €/m² | ab 470.000 € |
| Salzkammergut (Gmunden) | 405.000 – 460.000 € | 300 – 700 €/m² | ab 600.000 € |
* Gesamtkosten inkl. Grundstück (rund 140 m² Wohnfläche + ca. 600 m² Bauland), zzgl. Aufschließung, Baunebenkosten, Grunderwerbsteuer 3,5 % und Eintragungsgebühr 1,1 %. Richtwerte 2026, keine verbindlichen Angebote.
Anbieter mit Werk in Oberösterreich
Die auf dieser Seite hinterlegten Projektdaten nennen Genböck Haus mit Werk in Helpfau-Uttendorf sowie WOLF Haus mit Werk in Scharnstein. Weitere Hersteller sind für Oberösterreich als Vertretung oder Vertrieb angeführt. Das ist keine Empfehlung und keine vollständige Marktübersicht: Für die Auswahl zählen das tatsächlich belieferte Baugebiet, die Leistungsbeschreibung und ein vergleichbares Angebot.
Fertighaus-Schwerpunkte in Oberösterreich
Marktzahlen und Grundstückspreise für die zentralen Städte und Teilregionen – Stand 2026:
| Stadt / Region | Einwohner | Grundstückspreis | Notiz |
|---|---|---|---|
| Linz | 210.000 | 350 – 650 €/m² | Landeshauptstadt und Wirtschaftszentrum, hohe Nachfrage, teuerste Baugründe im Norden. |
| Wels | 63.000 | 250 – 480 €/m² | Verkehrsknoten und Messestadt, breites Neubaugebiet-Angebot, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. |
| Steyr | 38.000 | 200 – 400 €/m² | Industriestadt an Enns und Steyr, günstiger als der Zentralraum. |
| Gmunden / Salzkammergut | 13.000 | 300 – 700 €/m² | Traunsee-Region, Seelagen sehr teuer, touristisch nachgefragt. |
| Braunau / Innviertel | 17.000 | 110 – 280 €/m² | Grenznähe zu Bayern, preiswertes Bauland, ruhige Wohnlagen. |
| Freistadt / Mühlviertel | 8.000 | 90 – 250 €/m² | Günstigstes Bauland der Region, Holzbau-Hochburg im Norden. |
Bauordnung Oberösterreich für Fertighäuser
OÖ Bauordnung 1994 & Bautechnikgesetz
Rechtsgrundlage: OÖ Bauordnung 1994 + OÖ Bautechnikgesetz 2013 + OIB-Richtlinien 1–6
In Oberösterreich greifen die OÖ Bauordnung 1994 und das OÖ Bautechnikgesetz ineinander, während die OIB-Richtlinien die technischen Details liefern. Vor dem Bau steht die Einreichplanung, die Baubewilligung erteilt die Gemeinde. Grundvoraussetzung ist eine Widmung als Bauland; das prüfen Sie über das DORIS-Geoinformationssystem des Landes.
Das sollten Sie beachten
- Widmung im Flächenwidmungsplan über DORIS (doris.at) einsehbar
- OÖ setzt beim Neubau früh auf verpflichtende Photovoltaik-Vorbereitung
- Energieausweis nach OÖ-Vorgaben und EAVG vor Bewilligung erforderlich
- Mindestabstände nach § 40 OÖ BauO, in der Regel 3 m zur Grundgrenze
- Anzeigepflichtige statt bewilligungspflichtige Verfahren für kleinere Vorhaben
OÖ Wohnbauförderung mit Holz- und Energiebonus
Oberösterreich fördert das Eigenheim über ein zinsbegünstigtes Landesdarlehen und honoriert ökologisches Bauen mit spürbaren Zuschlägen. Wer in Holzbauweise mit niedrigem Heizwärmebedarf plant, verbessert seine Förderung deutlich. Der Rahmen richtet sich nach Einkommen, Wohnfläche und Familiengröße. Bundesmittel wie Raus aus Öl und Gas lassen sich ergänzend beantragen – die konkreten Beträge sollten Sie stets tagesaktuell beim Land abfragen.
Förderinstitut: Amt der OÖ Landesregierung, Direktion Wohnbauförderung
Grundstückspreise Oberösterreich 2026
Die redaktionelle Orientierungsspanne für Bauland in Oberösterreich liegt bei 90 bis 700 Euro je Quadratmeter; Quelle: redaktionelle Marktbeobachtung von 1fertighaus.at, Stand 09/2026. Der Zentralraum um Linz ist der teuerste Bereich: In der Landeshauptstadt und ihren nördlichen Umlandgemeinden werden 350 bis 650 Euro je Quadratmeter verlangt. Wels und Steyr liegen mit 200 bis 480 Euro darunter. Deutlich günstiger sind Mühl- und Innviertel mit 90 bis 280 Euro. Eine Sonderrolle spielt das Salzkammergut rund um Gmunden und den Traunsee, wo Seelagen die Preise auf 700 Euro und mehr treiben.
Schnee- und Windlast
- Schneelastzone
- Zone 2 im Zentralraum, Zone 3–4 im Alpenraum und Salzkammergut
- Windzone
- Niedrig bis mittel, erhöht im offenen Alpenvorland
Der oberösterreichische Zentralraum ist schneelasttechnisch gut beherrschbar, das Salzkammergut und die Kalkalpen erfordern jedoch verstärkte Dachkonstruktionen nach ÖNORM EN 1991-1-3. Für Standorte in Höhenlagen des Salzkammerguts sollten Bauherren die höheren Schneelastansätze früh in der Angebotsphase klären, um spätere Aufpreise zu vermeiden.
Hochwasser an Donau, Traun und Inn
Prägend sind die großen Flüsse: Donau (Linz, Eferding), Traun (Wels, Traunsee) und Inn (Braunau) führen bei Starkregen regelmäßig Hochwasser. Das Hochwasser 2013 hat die Gefahrenzonen im Eferdinger Becken deutlich gemacht. Prüfen Sie jedes Grundstück im HORA-Portal und in DORIS; Banken und Wohnbauförderung erwarten eine geklärte Risikolage.
Musterhausparks für Oberösterreich
Musterhauspark Haid
Ansfelden bei Linz
Über 20 begehbare Musterhäuser oberösterreichischer und benachbarter Hersteller – der zentrale Anlaufpunkt für die Region Linz–Wels.
Musterhauspark Eugendorf
Eugendorf bei Salzburg
Für das südliche Oberösterreich in Reichweite; Schwerpunkt auf alpentauglichen Konstruktionen.
Hersteller und Preise in Oberösterreich
Hersteller mit Werk oder Vertretung in Oberösterreich:
Nachweislich tätig in Oberösterreich:
- Genböck Haus (Helpfau-Uttendorf)
- WOLF Haus (Scharnstein)
- Rubner Haus (Vertrieb Zentralraum)
- ELK Fertighaus (Vertretung OÖ)
- VARIO-HAUS (Vertretung OÖ)
- Griffner Haus (Vertretung OÖ)
Fertighaus mit Keller in Oberösterreich
Weil Oberösterreich eine starke Holzbaukultur hat, kombinieren viele Bauherren ein Holzriegelhaus mit einem Massivkeller aus Beton – das verbindet warmen Innenausbau mit robustem Untergeschoss. Ein Standardkeller von 60 bis 80 m² kostet 2026 grob 40.000 bis 68.000 Euro inklusive Umsatzsteuer. In den Hanglagen des Mühlviertels und Salzkammerguts ist der Hangkeller oft die naheliegende Lösung; in Hochwasserzonen empfiehlt sich eine wasserdichte Ausführung.
Häufige Fragen zum Fertighaus in Oberösterreich
Was kostet ein Fertighaus in Oberösterreich 2026?
Rechnen Sie mit rund 3.020 Euro je Quadratmeter Wohnfläche inklusive Umsatzsteuer, also etwa 423.000 Euro für ein 140-m²-Haus als reinen Hauspreis. Grundstück und Nebenkosten kommen hinzu – der teure Zentralraum um Linz und das günstige Mühlviertel liegen dabei weit auseinander.
Welche Förderung gibt es in Oberösterreich?
Das Land vergibt ein zinsbegünstigtes Eigenheim-Förderdarlehen und belohnt Holzbau sowie niedrigen Heizwärmebedarf mit Zusatzboni. Für junge Familien gibt es erleichterte Konditionen. Bundesmittel wie Raus aus Öl und Gas sind kombinierbar. Beträge bitte tagesaktuell beim Land prüfen.
Welche Bauordnung gilt in Oberösterreich?
Maßgeblich sind die OÖ Bauordnung 1994 und das OÖ Bautechnikgesetz, ergänzt um die OIB-Richtlinien. Nach der Einreichplanung erteilt die Gemeinde die Baubewilligung; die Widmung als Bauland prüfen Sie vorab im DORIS-Geoportal.
Wo stehen Musterhäuser in Oberösterreich?
Der Musterhauspark Haid in Ansfelden bei Linz ist die erste Adresse mit über 20 begehbaren Häusern. Für den Süden des Landes ist auch der Musterhauspark Eugendorf bei Salzburg gut erreichbar.
Lohnt sich ein Holzhaus in Oberösterreich besonders?
Ja, denn die Landesförderung honoriert Holzbau ausdrücklich und die Region verfügt über zahlreiche spezialisierte Hersteller. Kurze Lieferwege und die ausgeprägte Holzbautradition machen ökologische Bauweisen hier besonders attraktiv.




