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Fertighaus-Preise in Oberösterreich 2026

Oberösterreich ist Industrie- und Holzland zugleich – und das prägt seinen Fertighausmarkt. Entlang der Achse Linz–Wels–Steyr sitzen etliche Hersteller, viele davon mit langer Holzbautradition. Bauwillige profitieren von einer der besten Landesförderungen des Landes, die energieeffizientes und ökologisches Bauen gezielt belohnt. Zwischen dem teuren Zentralraum und dem günstigen Mühl- oder Innviertel finden sich für nahezu jedes Budget passende Baugründe.

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Hersteller in der Region tätig49
Ø Preis pro Quadratmeter (2026)3.020 €/m²
Wohnbauförderung des LandesAmt der OÖ Landesregierung, Direktion Wohnbauförderung
Kurzantwort

Wie teuer ist ein Fertighaus 2026 in Oberösterreich?

In Oberösterreich liegt ein schlüsselfertiges Fertighaus 2026 bei etwa 3.020 Euro je Quadratmeter Wohnfläche inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer. Der Zentralraum Linz–Wels–Steyr ist Herzstück des heimischen Fertighausbaus, entsprechend groß ist die Herstellerauswahl. Baurechtlich gilt die OÖ Bauordnung 1994 samt OÖ Bautechnikgesetz und OIB-Richtlinien; die OÖ Wohnbauförderung arbeitet mit Förderdarlehen und einem ausgeprägten Bonus für Holzbau und hohe Energiestandards.

Datenbasis: Preisauswertung von 1fertighaus.at aus dem Frühjahr 2026, gestützt auf redaktionell geprüfte Anbieter mit Österreich-Bezug.

Fertighaus-Kosten in Oberösterreich nach Teilregionen (2026)

Orientierungswerte für ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche – Hauspreis, Grundstückspreis und Gesamtkosten je Teilregion:

RegionHauspreis (140 m²)GrundstückGesamt*
Linz & Umland415.000 – 470.000 €350 – 650 €/m²ab 660.000 €
Wels400.000 – 445.000 €250 – 480 €/m²ab 560.000 €
Steyr395.000 – 440.000 €200 – 400 €/m²ab 530.000 €
Mühlviertel385.000 – 425.000 €90 – 250 €/m²ab 460.000 €
Innviertel385.000 – 425.000 €110 – 280 €/m²ab 470.000 €
Salzkammergut (Gmunden)405.000 – 460.000 €300 – 700 €/m²ab 600.000 €

* Gesamtkosten inkl. Grundstück (rund 140 m² Wohnfläche + ca. 600 m² Bauland), zzgl. Aufschließung, Baunebenkosten, Grunderwerbsteuer 3,5 % und Eintragungsgebühr 1,1 %. Richtwerte 2026, keine verbindlichen Angebote.

Holzbau-Stärke in Oberösterreich

Oberösterreich gehört zu den Bundesländern mit dem höchsten Holzfertigbau-Anteil. Die enge Verzahnung von Sägeindustrie, Zimmereien und Fertighauswerken sorgt für kurze Lieferketten und ein breites Angebot an Holzriegel- und Massivholzhäusern. Die Landesförderung verstärkt diesen Trend, weil sie ökologische Bauweisen zusätzlich prämiert.

Fertighaus-Schwerpunkte in Oberösterreich

Marktzahlen und Grundstückspreise für die zentralen Städte und Teilregionen – Stand 2026:

Stadt / RegionEinwohnerGrundstückspreisNotiz
Linz210.000350 – 650 €/m²Landeshauptstadt und Wirtschaftszentrum, hohe Nachfrage, teuerste Baugründe im Norden.
Wels63.000250 – 480 €/m²Verkehrsknoten und Messestadt, breites Neubaugebiet-Angebot, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Steyr38.000200 – 400 €/m²Industriestadt an Enns und Steyr, günstiger als der Zentralraum.
Gmunden / Salzkammergut13.000300 – 700 €/m²Traunsee-Region, Seelagen sehr teuer, touristisch nachgefragt.
Braunau / Innviertel17.000110 – 280 €/m²Grenznähe zu Bayern, preiswertes Bauland, ruhige Wohnlagen.
Freistadt / Mühlviertel8.00090 – 250 €/m²Günstigstes Bauland der Region, Holzbau-Hochburg im Norden.

Bauordnung Oberösterreich für Fertighäuser

OÖ Bauordnung 1994 & Bautechnikgesetz

Rechtsgrundlage: OÖ Bauordnung 1994 + OÖ Bautechnikgesetz 2013 + OIB-Richtlinien 1–6

In Oberösterreich greifen die OÖ Bauordnung 1994 und das OÖ Bautechnikgesetz ineinander, während die OIB-Richtlinien die technischen Details liefern. Vor dem Bau steht die Einreichplanung, die Baubewilligung erteilt die Gemeinde. Grundvoraussetzung ist eine Widmung als Bauland; das prüfen Sie über das DORIS-Geoinformationssystem des Landes.

Das sollten Sie beachten

  • Widmung im Flächenwidmungsplan über DORIS (doris.at) einsehbar
  • OÖ setzt beim Neubau früh auf verpflichtende Photovoltaik-Vorbereitung
  • Energieausweis nach OÖ-Vorgaben und EAVG vor Bewilligung erforderlich
  • Mindestabstände nach § 40 OÖ BauO, in der Regel 3 m zur Grundgrenze
  • Anzeigepflichtige statt bewilligungspflichtige Verfahren für kleinere Vorhaben

OÖ Wohnbauförderung mit Holz- und Energiebonus

Oberösterreich fördert das Eigenheim über ein zinsbegünstigtes Landesdarlehen und honoriert ökologisches Bauen mit spürbaren Zuschlägen. Wer in Holzbauweise mit niedrigem Heizwärmebedarf plant, verbessert seine Förderung deutlich. Der Rahmen richtet sich nach Einkommen, Wohnfläche und Familiengröße. Bundesmittel wie Raus aus Öl und Gas lassen sich ergänzend beantragen – die konkreten Beträge sollten Sie stets tagesaktuell beim Land abfragen.

OÖ Eigenheim-Förderdarlehen
Zinsbegünstigtes Landesdarlehen, gestaffelt nach Einkommen, Wohnfläche und Kinderzahl
Holzbau- und Ökobonus
Zusatzförderung für überwiegenden Holzbau und besonders niedrigen Heizwärmebedarf
Junges Wohnen
Erleichterte Konditionen für junge Familien und Erstbezieher von Eigentum
Raus aus Öl und Gas (Bund + Land)
Kombinierbare Mittel für Wärmepumpe statt fossiler Heizung

Förderinstitut: Amt der OÖ Landesregierung, Direktion Wohnbauförderung

Grundstückspreise Oberösterreich 2026

90 € – 700 € pro m² Bauland

Der Zentralraum um Linz ist der teuerste Bereich: In der Landeshauptstadt und ihren nördlichen Umlandgemeinden werden 350 bis 650 Euro je Quadratmeter verlangt. Wels und Steyr liegen mit 200 bis 480 Euro darunter. Deutlich günstiger sind Mühl- und Innviertel mit 90 bis 280 Euro. Eine Sonderrolle spielt das Salzkammergut rund um Gmunden und den Traunsee, wo Seelagen die Preise auf 700 Euro und mehr treiben.

Schnee- und Windlast

Schneelastzone
Zone 2 im Zentralraum, Zone 3–4 im Alpenraum und Salzkammergut
Windzone
Niedrig bis mittel, erhöht im offenen Alpenvorland

Der oberösterreichische Zentralraum ist schneelasttechnisch gut beherrschbar, das Salzkammergut und die Kalkalpen erfordern jedoch verstärkte Dachkonstruktionen nach ÖNORM EN 1991-1-3. Für Standorte in Höhenlagen des Salzkammerguts sollten Bauherren die höheren Schneelastansätze früh in der Angebotsphase klären, um spätere Aufpreise zu vermeiden.

Hochwasser an Donau, Traun und Inn

Prägend sind die großen Flüsse: Donau (Linz, Eferding), Traun (Wels, Traunsee) und Inn (Braunau) führen bei Starkregen regelmäßig Hochwasser. Das Hochwasser 2013 hat die Gefahrenzonen im Eferdinger Becken deutlich gemacht. Prüfen Sie jedes Grundstück im HORA-Portal und in DORIS; Banken und Wohnbauförderung erwarten eine geklärte Risikolage.

Musterhausparks für Oberösterreich

Musterhauspark Haid

Ansfelden bei Linz

Über 20 begehbare Musterhäuser oberösterreichischer und benachbarter Hersteller – der zentrale Anlaufpunkt für die Region Linz–Wels.

Musterhauspark Eugendorf

Eugendorf bei Salzburg

Für das südliche Oberösterreich in Reichweite; Schwerpunkt auf alpentauglichen Konstruktionen.

Hersteller und Preise in Oberösterreich

Nachweislich tätig in Oberösterreich:

  • Genböck Haus (Helpfau-Uttendorf)
  • WOLF Haus (Scharnstein)
  • Rubner Haus (Vertrieb Zentralraum)
  • ELK Fertighaus (Vertretung OÖ)
  • VARIO-HAUS (Vertretung OÖ)
  • Griffner Haus (Vertretung OÖ)
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Tätig in Oberösterreich Fertighaus
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Tätig in Oberösterreich Massivhaus
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Bien-Zenker

Tätig in Oberösterreich Fertighaus
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Fertighaus mit Keller in Oberösterreich

Weil Oberösterreich eine starke Holzbaukultur hat, kombinieren viele Bauherren ein Holzriegelhaus mit einem Massivkeller aus Beton – das verbindet warmen Innenausbau mit robustem Untergeschoss. Ein Standardkeller von 60 bis 80 m² kostet 2026 grob 40.000 bis 68.000 Euro inklusive Umsatzsteuer. In den Hanglagen des Mühlviertels und Salzkammerguts ist der Hangkeller oft die naheliegende Lösung; in Hochwasserzonen empfiehlt sich eine wasserdichte Ausführung.

Häufige Fragen zum Fertighaus in Oberösterreich

Was kostet ein Fertighaus in Oberösterreich 2026?

Rechnen Sie mit rund 3.020 Euro je Quadratmeter Wohnfläche inklusive Umsatzsteuer, also etwa 423.000 Euro für ein 140-m²-Haus als reinen Hauspreis. Grundstück und Nebenkosten kommen hinzu – der teure Zentralraum um Linz und das günstige Mühlviertel liegen dabei weit auseinander.

Welche Förderung gibt es in Oberösterreich?

Das Land vergibt ein zinsbegünstigtes Eigenheim-Förderdarlehen und belohnt Holzbau sowie niedrigen Heizwärmebedarf mit Zusatzboni. Für junge Familien gibt es erleichterte Konditionen. Bundesmittel wie Raus aus Öl und Gas sind kombinierbar. Beträge bitte tagesaktuell beim Land prüfen.

Welche Bauordnung gilt in Oberösterreich?

Maßgeblich sind die OÖ Bauordnung 1994 und das OÖ Bautechnikgesetz, ergänzt um die OIB-Richtlinien. Nach der Einreichplanung erteilt die Gemeinde die Baubewilligung; die Widmung als Bauland prüfen Sie vorab im DORIS-Geoportal.

Wo stehen Musterhäuser in Oberösterreich?

Der Musterhauspark Haid in Ansfelden bei Linz ist die erste Adresse mit über 20 begehbaren Häusern. Für den Süden des Landes ist auch der Musterhauspark Eugendorf bei Salzburg gut erreichbar.

Lohnt sich ein Holzhaus in Oberösterreich besonders?

Ja, denn die Landesförderung honoriert Holzbau ausdrücklich und die Region verfügt über zahlreiche spezialisierte Hersteller. Kurze Lieferwege und die ausgeprägte Holzbautradition machen ökologische Bauweisen hier besonders attraktiv.

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