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Vermögensvergleich

Mieten oder Kaufen/Bauen?

Womöglich die wichtigste Geldentscheidung Ihres Lebens – hier rechnen Sie sie durch. Der Rechner zeigt ehrlich, wie sich Ihr Vermögen entwickelt, wenn Sie kaufen und finanzieren, im Vergleich dazu, dass Sie zur Miete wohnen und die Differenz konsequent am Kapitalmarkt veranlagen.

Ihre Ausgangslage

400 €3.000 €
0 %6 %
150.000 €1 Mio. €
0 €€ 450.000
10 Jahre40 Jahre
0 %5 %

Vereinfachtes Modell: Der Mieter veranlagt Eigenmittel und die monatliche Differenz zur Käuferrate zu 5 % p. a. Instandhaltung, Steuern und Sondertilgungen bleiben außen vor.

Vermögen nach 30 Jahren

Kaufen liegt vorn

Vorsprung: € 299.248

Käufer (Immobilie − Restschuld)€ 703.386
Mieter (ETF-Vermögen, 5 % p. a.)€ 404.138
Break-even-Jahrnach 1 Jahren
Käufer-Monatsrate€ 1.680
0 J.2 J.4 J.6 J.8 J.10 J.12 J.14 J.16 J.18 J.20 J.22 J.24 J.26 J.28 J.30 J.0k200k400k600k800k
  • Käufer
  • Mieter (ETF)

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Mieten oder Kaufen: Warum die Bauchentscheidung selten die beste ist

„Miete ist hinausgeworfenes Geld“ – kaum ein Satz fällt beim Thema Wohnen so oft und wird so selten hinterfragt. In Wahrheit gehört die Frage, ob Kaufen oder Mieten mehr bringt, zu den komplexesten Rechnungen im Privatleben. Sie hängt an einem guten Dutzend Stellschrauben: am Kaufpreis, an den Eigenmitteln, am Zins, an der Tilgung, an der Miethöhe, an der erwarteten Mietsteigerung, an der Wertentwicklung der Immobilie – und daran, wie lange Sie überhaupt im Objekt bleiben. Dieser Rechner nimmt Ihnen die Rechnerei ab und legt die Größenordnung der Entscheidung offen, damit Sie mit Zahlen im Rücken statt aus dem Bauch heraus entscheiden.

Der Kern des Vergleichs ist Fairness. Der Käufer bindet Eigenmittel, zahlt eine Finanzierungsrate und baut über die Jahre Vermögen in Form der Immobilie auf – minus der noch offenen Restschuld. Der Mieter zahlt eine Kaltmiete, die meist niedriger ausfällt als die Käuferrate. Damit der Vergleich ehrlich bleibt, unterstellt das Modell, dass der Mieter diese Differenz nicht verkonsumiert, sondern konsequent am Kapitalmarkt veranlagt – im Beispiel zu 5 Prozent Rendite pro Jahr, wie sie ein breit gestreutes Aktien-Portfolio historisch langfristig erreicht hat. Zusätzlich veranlagt der Mieter jene Eigenmittel, die der Käufer in die Immobilie gesteckt hat. Erst so wird aus „Mieten gegen Kaufen“ ein echter Vergleich von Vermögen gegen Vermögen.

Das Break-even-Jahr: der Moment, in dem sich der Kauf rechnet

Besonders aufschlussreich ist das Break-even-Jahr. In den ersten Jahren liegt der Mieter im Modell häufig vorn: Der Käufer hat viel Kapital gebunden, zahlt anfangs fast nur Zinsen, und die Immobilie legt nur langsam an Wert zu. Mit jedem Jahr aber schrumpft die Restschuld, während der Immobilienwert steigt – und irgendwann kreuzen sich die beiden Kurven im Chart. Genau dieser Schnittpunkt ist das Break-even-Jahr: Ab hier hat sich der Kauf gegenüber dem Mieten-und-Veranlagen gerechnet. Verschieben Sie die Regler und beobachten Sie, wie stark sich dieser Punkt verschiebt: Ein Prozentpunkt mehr Wertsteigerung oder eine kräftigere Mietsteigerung zieht das Break-even oft um viele Jahre nach vorn.

Umgekehrt gilt: Bei sehr hohen Kaufpreisen im Verhältnis zur Vergleichsmiete, bei niedriger Wertsteigerung und kurzem Zeithorizont kann Mieten-und-Veranlagen finanziell die Nase vorn behalten – dann gibt es im gewählten Szenario gar kein Break-even. Das ist kein Argument gegen das Eigenheim, sondern eine Aufforderung, ehrlich zu rechnen. Wie sich die Finanzierungsseite im Detail verhält, sehen Sie im Baufinanzierungsrechner, der Monatsrate, Zinsanteil und Restschuld Jahr für Jahr aufschlüsselt.

Was der Rechner nicht abbildet – und warum das wichtig ist

Jedes Modell vereinfacht, und dieses tut es bewusst, um den Kern der Entscheidung klar herauszuarbeiten. Nicht enthalten sind Instandhaltungsrücklagen und Sanierungen, die beim Eigentümer anfallen, ebenso wenig laufende Betriebskosten, die Grundsteuer oder die Kaufnebenkosten im Detail. Umgekehrt bildet das Modell auch nicht ab, dass Mieten das Risiko einer Eigenbedarfskündigung oder überraschend steigender Mieten trägt. Und es kann den ideellen Wert nicht beziffern: die Sicherheit, im eigenen Haus zu wohnen, die Freiheit, es nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, und die Unabhängigkeit von Entscheidungen des Vermieters. Diese Faktoren gehören genauso in Ihre Abwägung wie die nackten Zahlen.

Nutzen Sie das Ergebnis daher als fundierte Orientierung, nicht als endgültiges Urteil. Wer die aktuellen Rahmenbedingungen und Zinsentwicklungen vertiefen möchte, findet im Ratgeber Baufinanzierung 2026 den kompletten Fahrplan von der Eigenmittelquote bis zum Tilgungsplan. Langfristige Daten zur Preisentwicklung im Bauwesen veröffentlicht Statistik Austria im Baukostenindex.

Häufige Fragen zu Mieten oder Kaufen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Vermögensvergleich zwischen Mieten mit ETF-Anlage und dem Kauf oder Bau einer Immobilie 2026 in Österreich.

Wie funktioniert der Vermögensvergleich zwischen Mieten und Kaufen?
Der Rechner stellt zwei Lebenswege nebeneinander. Der Käufer finanziert die Immobilie mit Eigenmitteln und einem Annuitätendarlehen; sein Vermögen ist der Immobilienwert (jährlich um die Wertsteigerung erhöht) minus der noch offenen Restschuld. Der Mieter zahlt Kaltmiete und veranlagt die monatliche Differenz zur Käuferrate am Kapitalmarkt – im Modell mit 5 Prozent Rendite pro Jahr. Am Ende des Betrachtungszeitraums stellt das Tool beide Vermögenspositionen gegenüber und zeigt, wer besser dasteht.
Was bedeutet das Break-even-Jahr?
Das Break-even-Jahr markiert den Zeitpunkt, ab dem das Käufervermögen das Vermögen des mietenden ETF-Anlegers dauerhaft überholt. In den ersten Jahren liegt der Mieter oft vorn, weil der Käufer viel Kapital in Nebenkosten und Zinsen bindet, während die Immobilie erst langsam an Wert gewinnt und die Restschuld noch hoch ist. Kreuzen sich die beiden Kurven, hat sich der Kauf gegenüber dem Mieten-und-Veranlagen gerechnet. Bleibt die Käuferkurve dauerhaft darunter, gibt es im gewählten Szenario kein Break-even.
Welche Annahmen stecken hinter dem Rechner?
Voreingestellt sind ein Sollzins von 3,6 Prozent, eine Anfangstilgung von 2 Prozent, eine Mietsteigerung von 2,5 Prozent pro Jahr, eine Immobilien-Wertsteigerung von 1,5 Prozent pro Jahr und eine ETF-Rendite von 5 Prozent pro Jahr für die veranlagte Differenz. Diese Werte lassen sich über die Regler anpassen. Instandhaltung, Steuern, die Kaufnebenkosten im Detail (etwa Grunderwerbsteuer 3,5 % und Eintragungsgebühr 1,1 %) sowie Sondertilgungen bildet das vereinfachte Modell nicht ab – es liefert eine Tendenz, keine verbindliche Prognose.
Lohnt sich Kaufen bei Zinsen um 3,6 Prozent überhaupt noch?
Das hängt stark von Kaufpreis, Eigenmitteln, Mietniveau und Betrachtungszeitraum ab. Als Faustregel gilt: Je länger Sie im Objekt bleiben, je höher die erwartete Wertsteigerung und je kräftiger die Mieten steigen, desto eher rechnet sich der Kauf. Bei sehr hohen Kaufpreisen im Verhältnis zur Vergleichsmiete und kurzem Zeithorizont kann Mieten-und-Veranlagen finanziell überlegen sein. Der ideelle Wert des Eigenheims – Sicherheit, Gestaltungsfreiheit, kein Mietsteigerungsrisiko – lässt sich nicht beziffern und gehört dennoch in jede Entscheidung.
Warum rechnet das Tool beim Mieter mit einer ETF-Anlage?
Ein fairer Vergleich gelingt nur, wenn der Mieter die eingesparte Differenz nicht verkonsumiert, sondern veranlagt. Sonst stellt man Vermögensaufbau gegen Konsum. Daher unterstellt das Modell, dass der Mieter den Betrag, den der Käufer über seine Rate hinaus aufwendet – inklusive der gebundenen Eigenmittel – konsequent zu 5 Prozent pro Jahr am Kapitalmarkt anlegt. Erst so wird der Vergleich zwischen Immobilien- und Geldvermögen ehrlich.
Ersetzt der Rechner eine Finanzierungsberatung?
Nein. Der Vergleich liefert eine fundierte Orientierung, mit der Sie die Größenordnung der Entscheidung erfassen. Ihre konkreten Konditionen, die tatsächliche Wertentwicklung Ihrer Region und Ihre persönliche Lebensplanung fließen erst im individuellen Gespräch ein. Verbinden Sie das Ergebnis mit unserem Baufinanzierungsrechner und mehreren Angeboten, ehe Sie sich festlegen.
TÜV Rheinland ZERTIFIZIERT – persönlich geprüfte Qualifikation, ID 0000038136

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Fachliche Rückendeckung: unser Sachverständigen-Team für 1fertighaus.at

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