Haus sanieren: Kosten 2026 im Überblick
Ob altes Haus, Altbau oder in die Jahre gekommenes Fertighaus: Wir zeigen Ihnen die realistischen Sanierungskosten 2026 je Gewerk, wann sich Sanieren gegenüber Abriss und Neubau rechnet und welche Förderungen von Bund und Ländern Sie in Österreich nutzen können.
Sanierungskosten 2026 nach Gewerk
Die folgenden Richtwerte beruhen auf marktüblichen Handwerkerpreisen für 2026 und dem vom Baukostenindex von Statistik Austria dokumentierten Preisniveau. Der tatsächliche Preis hängt stark von Region, Zustand und gewählter Ausführung ab. Als Beispiel dient ein Einfamilienhaus mit rund 140 m² Wohnfläche.
| Gewerk | Kostenrahmen 2026 | Beispiel / Hinweis |
|---|---|---|
| Dach (Neueindeckung inkl. Dämmung) | 200 – 350 €/m² | 28.000 – 49.000 € (140 m² Dachfläche) |
| Fenster (Austausch, 3-fach verglast) | 600 – 1.100 € je Fenster | 9.000 – 16.500 € (15 Fenster) |
| Heizung (Wärmepumpe statt Öl/Gas) | 22.000 – 38.000 € | inkl. Speicher & hydraulischem Abgleich |
| Fassadendämmung (WDVS) | 150 – 250 €/m² | 24.000 – 40.000 € (160 m² Fassade) |
| Badsanierung (komplett) | 12.000 – 25.000 € je Bad | je nach Ausstattung und Größe |
| Elektrik (Neuinstallation) | 90 – 150 €/m² | 12.600 – 21.000 € (140 m² Wohnfläche) |
| Kernsanierung komplett | 1.400 – 2.500 €/m² | ≈ 200.000 – 350.000 € (140 m²) |
Stand 2026, ohne Gewähr. Preise inkl. Material und Montage, Regionalzuschläge möglich.
Renovieren, sanieren oder modernisieren – wo liegt der Unterschied?
Beim Renovieren geht es um die Optik: neue Böden, frische Farbe, eine modernisierte Küche. Beim Sanieren dagegen werden echte Schäden behoben – feuchte Kellerwände, undichte Dächer, marode Elektrik. Modernisieren heißt, den technischen Standard anzuheben, etwa durch Dämmung, dreifach verglaste Fenster oder eine Wärmepumpe. Wer ein altes Haus sanieren möchte, verbindet meist alle drei Ebenen. Genau deshalb streuen die Gesamtkosten so stark: Eine reine Auffrischung kostet wenige Zehntausend Euro, eine Kernsanierung nähert sich preislich einem Neubau.
Sanieren oder abreißen und neu bauen?
Das ist die entscheidende Frage vor jeder größeren Investition. Eine bewährte Faustregel lautet: Erreichen die Sanierungskosten mehr als rund 75 Prozent der Kosten eines vergleichbaren Neubaus, ist der Abriss mit anschließendem Neubau meist die wirtschaftlichere Wahl. Ein schlüsselfertiges Fertighaus kostet 2026 etwa 2.700 bis 3.400 € pro Quadratmeter zuzüglich Baunebenkosten und Abbruch (rund 15.000 bis 30.000 €). Eine Kernsanierung eines stark heruntergekommenen Altbaus überschreitet diese Marke schnell – und liefert am Ende trotzdem nur einen ertüchtigten Altbau statt eines Neubaus mit voller Restlebensdauer.
Für den Neubau spricht neben der Substanz der Energiestandard: Ein neues Fertighaus erreicht mühelos den klimaaktiv-Standard, ist förderfähig und hat über Jahrzehnte niedrige Betriebskosten. Die energetischen Mindestanforderungen für Bestand und Neubau regeln in Österreich die OIB-Richtlinien. Für die Sanierung sprechen die erhaltene Wohnumgebung, geringere Nebenkosten für Erschließung und Bewilligung sowie – bei guter Substanz – ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Rechnen Sie beide Wege sauber durch. Unser Kostenrechner liefert Ihnen die realistische Neubausumme als Vergleichsgröße.
Sanierungsförderung 2026 in Österreich
Die Sanierung fördern in Österreich Bund und Länder gemeinsam. Für thermische Maßnahmen an der Gebäudehülle – etwa Dach-, Fassaden- oder Kellerdämmung sowie neue Fenster – gibt es den bundesweiten Sanierungsscheck mit einem festen Zuschussbetrag. Der Umstieg von Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe wird über die Aktion „Raus aus Öl und Gas“ mit mehreren Tausend Euro unterstützt, ergänzt um einkommensabhängige Boni. Zusätzlich vergeben die Bundesländer eigene Sanierungsförderungen und zinsgünstige Landesdarlehen der Wohnbauförderung. Viele Programme lassen sich kombinieren, sofern Sie klimaaktiv- oder OIB-konform sanieren. Eine Übersicht aller Programme finden Sie auf unserer Seite Förderungen im Überblick.
Altbau und altes Fertighaus: die Besonderheiten
Beim Altbau lohnt sich vor der Sanierung ein prüfender Blick auf Statik, Feuchtigkeit und Schadstoffe. In Häusern bis in die 1990er Jahre stecken häufig Asbest in Bodenbelägen und Dachplatten, künstliche Mineralfasern in der alten Dämmung oder überalterte Elektroinstallationen ohne Fehlerstromschutzschalter. Solche Funde treiben die Kosten und müssen fachgerecht entsorgt werden.
Ein alter Fertighaus-Bestand aus den 1960er- bis 1980er-Jahren (etwa in Holztafel- oder Holzständerbauweise) lässt sich energetisch gut nachrüsten, weil die Konstruktion leicht ist und Aufsparren- oder Vorsatzdämmung zulässt. Prüfen Sie hier gezielt auf Formaldehyd aus alten Spanplatten und auf Holzschutzmittel wie PCP oder Lindan. Ist die Belastung zu hoch, kann ein Ersatzneubau die gesündere und langfristig günstigere Lösung sein. Eine Energieberatung klärt diese Fragen im Sanierungskonzept.
1.400 – 2.500 €/m²
Kernsanierung eines Einfamilienhauses 2026, je nach Zustand.
75-Prozent-Regel
Über 75 % der Neubaukosten? Dann lohnt Abriss + Neubau meist mehr.
Raus aus Öl & Gas
Bundeszuschuss für den Heizungstausch auf eine Wärmepumpe.
Sanierungsscheck
Bundes- und Landesförderung für die thermische Sanierung.
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Häufige Fragen zu den Sanierungskosten 2026
Antworten rund um Kosten, Förderung in Österreich und die Frage Sanieren oder Neubau – kompakt und auf dem Stand von 2026.
Was kostet es, ein Haus komplett zu sanieren?
Lohnt sich Sanieren oder ist Abriss und Neubau günstiger?
Welche Förderung gibt es 2026 für die Haussanierung in Österreich?
Was ist der Unterschied zwischen Renovierung und Sanierung?
Lässt sich ein altes Fertighaus überhaupt sanieren?
Wie viel Reserve sollte ich bei einer Sanierung einplanen?
In welcher Reihenfolge sollte man ein Haus sanieren?
Was kostet eine Energieberatung für die Sanierung?
Stand 2026, ohne Gewähr. Handwerkerpreise, Förderbedingungen und Konditionen können sich ändern. Verbindliche Förderangaben erhalten Sie direkt bei der Kommunalkredit Public Consulting (Umweltförderung) und bei den Wohnbauförderstellen der Länder. 1fertighaus.at ist ein unabhängiges Vergleichsportal und keine Bau- oder Finanzberatung.

